altonale circus digital

Das war Performance, Interview, Musik aus der Küche, Gespräch über die deutsch-dänische Grenze hinweg, Kunst aus dem Wohnzimmer, Superheld*innen, Astronaut*innen und ein Hai, der durch einen brennenden Reifen sprang.

Mit dem neu entwickelten und inszenierten Format ging die altonale ungewohnte digitale Wege: vom 3. bis 13. Juni wurde an 8 Abenden eine 60-minütige, eigenproduzierte und außergewöhnliche Show im Streaming-Format ausgestrahlt.

Die Show bestand aus wiederkehrenden Elementen und Leitmotiven, wie kurzen VoxPop-Clips zum Thema „Systemrelevanz“, Beiträgen der altonale Kultursparten und Interviews zu aktuellen kulturellen und sozialen Themen.

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Programm-Highlights

Michel Abdollahi

Seit er fünf Jahre alt ist, lebt Michel Abdollahi in Hamburg, in zwei Sprachen und zwei Kulturen. In seinem aktuellen Buch »Deutschland schafft mich. Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin« erzählt er, wie sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland in den letzten Jahren radikal verändert hat und wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration nicht vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren.

Zur Show vom 6. Juni 2021

Weißes Hotel

Im imaginären „Weißen Hotel“, inszeniert von Evgeni Mestetschkin & Julia Solovieva und inspiriert durch den Roman von Donald M. Thomas, treffen sich jüdische und nichtjüdische Hamburger*innen. Sie sind keine Schauspieler*innen, aber sie haben Geschichten zu erzählen: authentisch, lustvoll, schmerzhaft. Holocaust-Überlebende, Israeli, Deutsche, Konvertierte, ehemals Geflüchtete aus Polen, der Ukraine und Russland.

Zur Show vom 10. Juni 2021

Female Buddies

FEMALE BUDDIES gibt den undokumentierten Leben fiktiver Frauen in theatralen Videos eine neue Form und kreiert ein künstlerisches Archiv der Selbstermächtigung weiblicher Persönlichkeiten. Ausgangspunkt für FEMALE BUDDIES ist die Darstellung weiblicher Charaktere und Körper im privaten und öffentlichen Raum. Die Körper verstehen sich als lebendiges Archiv gesammelter kollektiver und individueller Erfahrung. 

Zur Show vom 4. Juni 2021

Blendstrup & Romer

Humor in der Literatur zu Zeiten von Corona: Der Autor Jens Blendstrup ist in Altona kein Unbekannter. Bereits zur altonale 2020 war er mit einer gemeinsam mit dem Fotografen Lars Gundersen produzierten Performance und Ausstellung im Altonaer Museum präsent. Zum altonale circus digital führte er gemeinsam mit dem deutsch-dänischen Autor Knud Romer und der Satirikerin sowie Buchautorin Ella Carina Werner ein „digitales“ Gespräch.

Zur Show vom 11. Juni 2021

Wirvier

Wirvier ist ein Performance-Kollektiv aus Hamburg und Berlin, das künstlerisch partizipative Formate im öffentlichen Raum entwickelt und performt. Themenfelder wie Machtstrukturen, Beteiligungsmöglichkeiten und Empowerment treffen in Zwischenräumen von Kunst und Politik auf das Leben in der Stadt. Die ästhetischen Mittel sind dabei so vielfältig wie die Hintergründe der Performer*innen.

Zur Show vom 12. Juni 2021

Ella Carina Werner

Die Titanic-Autorin und Satirikerin Ella Carina Werner liest aus »Der Untergang des Abendkleides« und erzählt so brüllend komisch, so irrwitzig und brillant, so smart und so treffsicher über den Alltag einer Frau in den mittleren Jahren, dass der Untergang des Abendkleides zu einer richtig guten Party wird. Satirische Positionsbestimmungen, was Weiblichkeit und Muttersein in Zeiten von #MeToo bedeutet.

Zur Show vom 11. Juni 2021

Tsanana

Schon seit einigen Jahren entwickelt und verfolgt Professorin Dr. Adele Weiß alias Tsanana (alltags)phänomenologische Forschungsprojekte, welche in performative Vorträge münden. Für die jeweiligen Forschungsprojekte denkt sie sich meist Selbstversuche aus, die sie dann ausführt und dokumentiert, um Erkundungen, Entdeckungen und Gedankenketten in den jeweiligen Vorträgen zu veranschaulichen.

Zur Show vom 5. Juni 2021

ROBOZEE

Christian „Robozee“ Zacharas ist für seine Einzigartigkeit in den Bereichen Tanz und Improvisation bekannt. Dabei fing 1993 alles ganz anders an. Denn Robozee verbrachte erst einige Jahre als Gesellschaftstänzer, bevor er 1998 schließlich die Hip-Hop-Kultur und insbesondere das Popping für sich entdeckte. Plötzlich konnte er sich viel besser ausdrücken.

Zur Show vom 12. Juni 2021
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Die Protagonist*innen

Durch das Programm führten drei „zeitgenössische“ Charaktere, die aus der Tradition des Zirkus heraus entwickelt wurden, sowie eine Moderatorin, die die Show in der Hand hilt und das zentrale Thema „Was ist systemrelevant?“ in den Fokus nahm. Begleitet wurden die Protagonist*innen in allen Sendungen von einer Musikerin, die das Setting musikalisch unterstützte, sowie von IRIS, dem allwissenden altonale circus digital Super-Computer-Brain.

Interview mit Monique Hamelmann

Monique Hamelmann inszeniert für uns den altonale circus digital. Das ALTONA MAGAZIN wollte wissen, was es damit auf sich hat.

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Besetzung
Alexandra Antwi-Boasiako
Gerhard Fiedler
Nailor Holmsten
Tom Lanzki
Alevtina Witt (Musikerin)

Regie
Monique Hamelmann
Christian Sabisch (Assistenz)

Bildregie & Livestream
Diana Sánchez
Gulzat Matisakova (Assistenz Livestream)

Kamera
Lorenz Staffeldt
Markus Langrock
Björn Löser

Schnitt
Diana Sánchez
Lorenz Staffeldt
Andreas Sievert

Ausstattung & Kostüm
Anke Vorwick
Hannah Schmidt (Assistenz)
Yupanqui Ramos (Assistenz)

Drehbühne
Atze

Technik
Simon Wantula
Holger Brümmer
Joshua Gerhard

In Kooperation mit TIDE.tv

Der altonale circus digital wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste und über NEUSTART KULTUR aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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