altonale Filmwerkstatt: Heimatversuch
film altonale
15.06., 20 Uhr
Alfred Schnittke Akademie International, Max-Brauer-Allee 24
D/SY 2026, 60 Min., OmdU Arabisch, Englisch, Deutsch, Film von Elke Sasse und Ziko Ghunaim
Ein Maisfeld. Das ist für Mohammed „Ziko“ Ghunaim nach seiner Flucht 2015 aus Syrien zwei Jahre lang Deutschland: „Wartezustand im Nirgendwo…“ Als er dann reisen kann, findet er Inspiration in einer stillgelegten Kohlenzeche, einen VW Käfer in Wolfsburg und Erinnerungen an den Krieg in Syrien in Berlin. 2018 kann er nach Hamburg ziehen, drei Jahre später ist er Theatermacher am Thalia Theater. Hamburg wird eine neue Heimat für ihn. Aber dann ist da noch die andere Heimat: Damaskus, Syrien. In den Nachrichten, im Handy beim Video-Call mit den Eltern, in den alten Fotos mit Freunden. Er backt „Erinnerungsbrot“, hört „Feiruz am offenen Fenster“ und wie sein Jasmin im Wohnzimmer wartet er darauf, dass sich feste Wurzeln bilden – und Blüten. 10 Jahre Deutschland, sie sind kein gradliniger Weg: Die Euphorie über ein neues Leben in Sicherheit mischt sich mit der Melancholie über die verlorene Heimat. Und ab und zu werden die „Monster“ wieder wach, Alpträume, die alte Traumata hochbringen. Der Film begleitet Ziko durch diese Jahre und verwebt die Stationen in Deutschland mit Videos und Fotos aus seinem Archiv – und mit seinen Texten: Poetische Fragmente, Momentaufnahmen, die seinen Weg reflektieren und sich durch den Film ziehen. Dann kommt der 8. Dezember 2024. Das Regime in Damaskus stürzt… Im Anschluss Gespräch mit den Filmemachern.
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schluma
musik altonale
19.06., 16.30 Uhr
Zeltbühne am Altonaer Balkon
„Nimmst du mich mit“ und der „Hafenbahnhof“ präsentieren gemeinsam die Bands Schluma und FHEELS live auf der Bühne am Altonaer Balkon.
„schluma“ kommen aus Hamburg. Fast die ganze Band hat sich 2023 im Studium kennengelernt – das ist natürlich ein bisschen uncool, aber halt so passiert. Für Lenny, voice of schluma, ist das Studium von Anfang an „Plan F“. Daher wird auch jede Ablenkung dankbar mitgenommen. Lenny und Peter lernen sich im ersten Semester kennen und stellen fest, dass sie zwar ganz ähnliche Musik mögen, aber sehr unterschiedlich arbeiten. Trotzdem funktioniert das sofort erstaunlich gut: Man trifft sich, redet dumm rum und schreibt dann noch schnell ein bisschen Musik und Text. Meistens so auf den letzten Metern, sicher auch ein bisschen, um zumindest das Gefühl zu haben: wir haben nicht nur gelabert, heute war gut.
Musikalisch landet man dann eher zufällig irgendwo zwischen ganz frühen Tocotronic, Lemonheads, Pavement, Beach House und Anda Morts. Irgendwann entsteht dann die Idee, das vielleicht auch mal live zu spielen. Als Schlagzeuger schlägt Lenny seinen alten Schulfreund Linus vor. Die beiden hatten schon zigtausend Bandprojekte und die liegen alle irgendwo zwischen 90s Noise und Rap, der eigentlich gar kein Rap ist. Auch das findet sich irgendwie in der Musik von „schluma“ wieder. Später kommt dann Pola an der Gitarre dazu, die eigentlich ganz andere Musik macht – eher so King Krule – aber laut Eigenaussage „voll Bock hat“.
Textlich geht es oft um die eigene vernebelte Birne, komische Leute in der Mensa, um Gespräche mit der Wand, ganz viel Rauchen und um so eine tiefsitzende Traurigkeit: Zeilen wie „Keine Ahnung, ob das langt, die Schnauze halten macht mich krank“ fangen dieses Gefühl schön ein.
„schluma“ ist eine Abkürzung. Wofür sie steht, wird die Band nicht sagen. Dazu Lenny: „Bisher kommt der Name ganz ok an, also liegt es jetzt an uns, dem Namen Würde zu geben.“ So ein übertriebener Satz ist sehr typisch für Lenny. Eine schöne Assoziation ist sicher auch die Nähe zum Wort Schlummern. Nie ganz weggetreten, aber auch nicht so richtig da. Ein schönes Bild.
FHEELS
musik altonale
19.06., 18.30 Uhr
Zeltbühne am Altonaer Balkon
„Nimmst du mich mit“ und der „Hafenbahnhof“ präsentieren gemeinsam die Bands Schluma und FHEELS live auf der Bühne am Altonaer Balkon.
Die Hamburger Rockband FHEELS schafft es immer, ihr Publikum in den Bann zu ziehen. Sänger Felix Brückner ist seit seiner Jugend querschnittsgelähmt und bewegt sich im Rollstuhl mit beeindruckender Dynamik über die Bühne und fesselt sein Publikum nicht nur mit seiner markanten Stimme. Die Live-Konzerte bleiben den Zuhörenden noch lange in Erinnerung, denn neben ekstatischen Rocksongs spielen sie auch immer wieder emotional berührende, ruhige Songs.
Klang das Debüt Album „Lotus“ noch manchmal verkopft irgendwo zwischen Radiohead und The Intersphere, entwickeln FHEELS ihren Sound kontinuierlich weiter. Mit ihren neuen Songs bewegen sie sich gezielt in Richtung Pop, ohne dabei ihre charakteristische musikalische Eckigkeit und Experimentierfreude aufzugeben. Der entstehende Soundkosmos erinnert nun mehr an die Klanglandschaften von Muse oder die rohe Energie der Idles – stets tanzbar und mitreißend, aber niemals vorhersehbar.
Der Name FHEELS sagt es eigentlich schon aus: Sänger Felix beschreibt vor allem Dinge, die ihn bewegen, dabei spielen seine Räder manchmal eine große und manchmal gar keine Rolle. Eigentlich so einfach. Aber, das haben die vier seit ihrer Gründung 2017 lernen müssen, so einfach ist es nicht. Und genau deshalb sind FHEELS so wichtig: Um zu zeigen, dass Menschen mit Behinderung genau wie alle anderen auf die Bühne gehören, oder eben davor. Sie machen klar: Da ist noch viel zu tun! Nie mit erhobenem Zeigefinger, aber immer eindringlich.
Keine mehr! – Eine Aktion zur Errichtung eines Mahnmals gegen Feminizide
altonale specials
20.06., 13–16 Uhr
Alma Wartenberg Platz
Gewalt gegen Frauen* ist allgegenwärtig. Sie findet statt auf der Straße, auf der Arbeit, in Partnerschaften und Familien. Oft – viel zu oft – endet diese Gewalt in der Ermordung von Frauen*. Meist sind die Täter Männer, in den meisten Fällen Partner, Ex-Partner, Brüder, Väter …
Um den ermordeten Frauen* zu gedenken und an sie zu erinnern, finden seit Jahren auf dem Alma-Wartenberg-Platz Gedenkveranstaltungen statt. Eine Gruppe von Anwohnerinnen hat selbstorganisiert ein Mahnmal aufgestellt, was zunächst mehrfach beschädigt und dann entwendet wurde. Nun ist diese Gruppe dabei, mit dem Bezirk Hamburg Altona über die Errichtung eines dauerhaften Mahnmals zu verhandeln, erste Gespräche mit Künstlerinnen laufen.
An diesem Tag ist Gelegenheit um zusammen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, kreativ zu sein, zu diskutieren und zu unterstützen, den Stadtteil zu gestalten.

Dance This Mess Around @Hafenbahnhof
musik altonale
12.06., 21 Uhr
Hafenbahnhof, Große Elbstraße 276
Im Hafenbahnhof serviert euch DJ Hollyholetsgo zur Altonalenacht einen Cocktail voller Alternative, BritPop, PowerPunkPop, Indie, Ska & 80er, bei dem du dich am Ende fragen wirst: Was hat mich bloß so ruiniert? BlocParty tanzen mit GreenDay, The Selecter geben Gas mit den B-52’s, Die Sterne pogen mit Baboon Show und Boy George gibt sein Karma weiter an SoftCell. Eine Prise Headbangen, Pogo, Up & Down bringst du mit, um am Ende ‚Komplett im Arsch‘ zu sein.
Eine Veranstaltung des Hafenbahnhof.
VOILÀ ! Comedy Club – FRENCH STAND-UP COMEDY SHOW
musik altonale
14.06., 19 Uhr
Hafenbahnhof, Große Elbstraße 276
VOILÀ! Comedy Club – 100 % französische Stand-up-Comedy in Hamburg! Erwartet das Unerwartete, echte Geschichten und jede Menge Lacher für einen unterhaltsamen, entspannten Abend. Die einzige französischsprachige Comedy-Show in Hamburg ist zurück – mit noch mehr Lacher! Die Comedians des VOILÀ! Comedy Clubs betreten die Bühne, um ihr bestes Material zu testen. Unsere in Hamburg ansässigen Künstler und ihre Gäste erzählen ihre schlimmsten (und lustigsten) Geschichten, von den Herausforderungen des Auswandererlebens, dem Spagat zwischen verschiedenen Kulturen, ihrer Sicht auf den Feminismus, absurden Momenten im Leben… oder vielleicht auch von etwas ganz anderem.
Eine Veranstaltung des Hafenbahnhof.
UNHOME VR – Überleben auf der Straße: Ein Workshop von GoBanyo
junge altonale
14.06., 14–15.30 Uhr
Ottenser Marktplatz 8 (Glasaufgang zum 1. Stock)
Am 14.06. bietet GoBanyo (der Duschbus für obdachlose Menschen) einen 90-minütigen Workshop zum Thema Perspektivwechsel Obdachlosigkeit an. Der Workshop richtet sich insbesondere an Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene.
Mithilfe der Virtual-Reality-Experience „UNHOME – Überleben auf der Straße“ wird ein aktuelles und komplexes Thema verständlich und nahbar gemacht. Unter dem Motto „Waschen ist Würde“ betreibt GoBanyo seit über sechs Jahren einen kostenfreien Duschbus für Menschen, die auf der Straße leben müssen.
Im Workshop werden Virtual-Reality-Brillen genutzt. Mit der etwa 20-minütigen VR-Erfahrung erhalten die Teilnehmenden einen intensiven Einblick in die Lebensrealität wohnungsloser Menschen in Hamburg. 2024 waren rund 56.000 Menschen in Hamburg wohnungslos, etwa 4.000 davon schlafen nachts auf der Straße. GoBanyo schafft mit UNHOME die Möglichkeit, dass junge Menschen Obdach- und Wohnungslosigkeit effektiv, nahbar und nachhaltig erfahren. Die VR-Erfahrung kann dabei echte Veränderungen in der Wahrnehmung und den Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden anstoßen.
Im gemeinsamen Workshop sprechen wir über Hintergründe, Herausforderungen und darüber, wie das Leben in unserer Stadt für alle lebenswerter gestaltet werden kann.
Dieses Angebot ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, meldet euch am besten unter pisch@altonale.de an, um euch einen Platz im Workshop zu sichern. Spontane Teilnahmen sind möglich, solange noch Plätze frei sind.
KrassBrassBand
musik altonale
21.06., 18 Uhr
Communitybühne auf der Christianswiese
Die KrassBrassBand ist ein Bläserensemble für Kinder und Jugendliche, Träger ist der Verein Musica Altona e.V. Wir spielen mit Trompete, Kornett, Querflöte, Saxophon, Tenorhorn und Tuba Musik von Barock über Blues bis Balkan Brass. Gerne treten wir auch auf.
Egal ob am Anfang stehend oder „alte Hasen“ – bei uns sind alle willkommen. Instrumente können geliehen werden. Krass!
Social Dance Club
musik altonale
20.06., 20 Uhr
Communitybühne auf der Christianswiese
Social Dance Club legt auf. Wir tanzen zu den wärmsten und verrücktesten Beats aus allen Ecken der Welt. Als spontane Jams auf der Straße oder regelmäßig im Bewegungsraum des Gängeviertels – dieses Mal zu Gast bei der Altonale. Wer Lust hat zum Mittanzen, ist richtig hier. Mehr Infos unter www.socialdanceclub.net.
Bateria Altona
musik altonale
20.06., 18 Uhr
Communitybühne auf der Christianswiese
Bateria Altona Cidade & Max-Brauer-Schule – Samba Altonas Percussion Power Live im Stadtteil, mit Rhythmus im Blut und Groove im Gehirn. 5 Samba Bands, 70 Trommler*Innen im Alter von 10 bis 60 Jahren und ein Riesen Finale erwarten Euch. „Samba own style“ Escola Percussão wird Dich bewegen. Unter der Leitung von Pierre Joan Maarifat hört, seht und fühlt ihr Samba Batucada, Salsa, Reggae, Ragga, Funk & mehr …







