Kunst im Schaufenster

Wettbewerb um den altonale Kunstpreis

Während der altonale realisieren Künstler*innen seit vielen Jahren aktuelle Arbeiten in den Schaufenstern von Altona und bewerben sich damit um den altonale Kunstpreis.

Der Wettbewerb vom letzten Jahr zum Thema „Vielfalt“ wurde kurzerhand in dieses Jahr verschoben. Über 60 Kunstschaffende realisieren aktuelle Arbeiten in den anliegenden Schaufenstern von Ottensen und Altona-Altstadt. Sie bewerben sich damit um den altonale Kunstpreis 2021. Der besondere Charme liegt im kollegialen Nebeneinander von etablierten und unbekannten Künstler*innen und der Einbindung des lokalen Einzelhandels – das macht diesen Wettbewerb so einzigartig!

2. bis 19. September, in anliegenden Geschäften in Ottensen und rund um die Große Bergstraße.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung des Wettbewerbs bei der Kulturbehörde Hamburg, der IG Große Bergstraße und bei allen teilnehmenden Einzelhändler*innen.

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Kunstpreisverleihung

Der altonale Kunstpreis dient der Förderung bildender Künstler*innen und wird jährlich von der Hamburger Kulturbehörde gestiftet.

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Publikumspreis

Das Publikum kann aus allen beteiligten Geschäften sein Lieblings-Schaufenster wählen. Dem Gewinnerschaufenster winkt ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. In allen teilnehmenden Geschäften werden die Abstimmungskarten ab 2. September ausliegen, inklusive einem Straßenplan mit den Schaufenstern. Unter allen, die mitmachen, wird eine Überraschung verlost. Bekanntgabe des Preisfensters während der Kunstmarkt-Auktion am 12. September. Der Publikumspreis dient der Kooperation von Kunst und Einzelhandel und wurde durch das Engagement der IG GROSSE BERGSTRASSE ermöglicht, ganz herzlichen Dank dafür!

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Die Nominierten

Sibylle Mayr

In der Arbeit HOME lässt Sibylle Mayr gehäkelte Wurzeln aufeinander zu wachsen. Sie spielt mit der Duplizität der Erscheinungsformen. Die Frage, ob es sich um Adern von Menschen oder Pflanzen handelt, ist unerheblich. Die Installation berührt das gesellschaftliche Thema der Integration von Diversität genauso wie den Schutz der Artenvielfalt in der Natur.

Die Grünen, Erzberger Straße 19

Rainer Garbe

Einen erfrischenden Blick auf Alltags- und Gebrauchsgegenstände zeigt Rainer Garbe. Dinge aus unserer Warenwelt, die normalerweise nach kurzer Zeit weggeworfen werden, befreit er von ihrer nüchternen Funktion und serviert sie als Objekte mit verblüffender Ästhetik. Eine Freude für die Sinne. Haltbarkeit: unbegrenzt, mindestens bis 19.09.2021.

Café Bey’s, Ottenser Hauptstraße 66

Meike Kohls

Let it swing in California! Geht der Zirkus nicht immer um die Möpse? Meike Kohls liebt die Vielfältigkeit von Doppeldeutigkeiten. Der Mops: ein Hund. Die Möpse: plural umgangssprachlichfür Brüste. Zum Objekt MOPS ZIRKUS mischen sich Redewendungen über alle Arten von Möpsen. Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber nichtlebenswert (frei nach Loriot).

Boutique California, Bahrenfelder Str. 102

Lærke Jessen

Lærke Jessen ist eine Dänische Künstlerin, die mit Stickerei arbeitet. Diese Kunstform gilt üblicherweise als keusch und unschuldig. Jessen stickt Damen-Hygieneprodukte, Standbilder aus YouTube Videos und Pornografie. Die Arbeiten handeln von Frauen und ihrer Selbstdarstellung, und zollt denjenigen Frauen vor uns Tribut, die dies nicht konnten.

Jokers Buchhandlung, Bahrenfelder Straße 119

Katharina Kamph

Im Fenster:DAS MANNIGFALTIGE LABYRINTH von Katharina Kamph. Die Vielfalt ist Vielheit gefaltet und in unendlich viele Falten gelegt. FOMO – Törtchen oder Frittenfett, endlich wieder froh über business as usual.Das gefällt und überfordert, Schoko oder Vanille, süß oder salzig und die winkende Hauptpreissalami.

Jö Makrönchen, Friedensallee 6

Jeesoo Hong

In Südkorea gibt es eine riesige Industrie für Welpen als Haustiere, die Puppy Mill. In ihrer Videoarbeit APARTMENT WITH HAIRS AND FOOTSTEPS dokumentiert Jeesoo Hong eine Frau und ihre zwei Puppies, die in einer Wohnung im 15. Stock in Seoul zusammenleben. Inmitten von Kitsch und Plastikmöbeln gestalten die Tiere ihr eigenes Leben und das ihrer Besitzerin.

Einhorn Apotheke, Große Bergstraße

Dana Lorenz

Dana Lorenz zeigt in der Videoarbeit RE-WRITING GAZE unterschiedliche Portraitsituationen von Frauen*/Personen, die in einer intimen Blickbeziehung mit uns Betrachtenden einen sinnlichen Raum eröffnen. Die Arbeit stellt das konventionelle Schauen und Angeschaut-Werden, sowie binäre Identitäten zur Disposition und befragt das kanonisierte Frauenbild.

Viktoria Apotheke, Bahrenfelder Straße 69

Die Schaufenster

Eulenstraße:

26 Jobcoaching Hamburg
Ute Rinck

77 Goldene Zeiten
Nicole Drude

89 Wunderhaar
Suscha Vogel-Lobeck

Große Brunnenstraße:

70 Heimat
Hugo Lobeck

Rothestraße

53 Café Tide
Hedwig Wiering
(fällt leider aus)

Kleine Rainstraße:

6 Lítil
Eva Jaeger-Nilius

10 Ser Mer
Susanne Kleiber

Ottenser Hauptstraße:

10 Bücherhalle Altona (im Mercado)
Marcin Witt

29 Haspa
Ulf Ludzuweit
Andrea Nimax

31 Walka
Les nouveaux frères lumière  
(fällt leider aus)               

42 B.Sweet Dessous & Schokolade
Ines Kalenbach

44 Druckwerkstatt Ottensen
Jeannine Platz

46 Teeladen Eaton Place
Anja Puppel

53 Paola Feinkost
Saori Gülbeyaz-Hasegawa
(fällt leider aus)

55 Krupka Schuhe
Claudia Miller

56 Titus
Die Füchsin

59 Kevin Murphy Hairdresser
Tanja Schröder
(fällt leider aus)

64 Rahmenkunst Ottensen
Cas

64 De Loop
Ariane Hessenius

66 Café Bey’s
Rainer Garbe

Bahrenfelder Straße:

69 Victoria Apotheke
Dana Lorenz      

71 Helm & Helm Inneneinrichtung
Julia Sundermeier

75 Weynstock Wein & Sprit
Andrea Först

77 Optiker Sehgang
Johanna Stallbaum

79 Buchhandlung Christiansen
Tülay Sözbir-Seidel

81 Schuhhaus Meier
Anke Herrmann

97 Rosa Rosa
Nina Groth

102 California Boutique
Meike Kohls

119 Jokers Buchhandlung
Lӕrke Jessen

129 Lindli
Elke Leuschner

143 Schrägschnitt Frisuren
Dagmar Mahlstedt

162 Beauty Sun Sonnenstudio
Yogi Oli Simon

176 Weltladen Ottensen
Katja Ertzinger

183 Salon Algan
Marq Lativ Guther

Erzbergerstraße:

19 Herzberg Design
Tankred Tabbert

19 Die Grünen
Sibylle Mayr

Völckerstraße:

5 Salon Jule Stienen
Maren Goldbaum-Henkel
(fällt leider aus)

Friedensallee:

6 Jö Makrönchen
Katharina Kamph

12 Bonscheladen
Kollektiv Rainbrogroup

Hohenesch:

6 Stiels Designbutik
Berit Spandern

43 Söhne & Töchter
Klaus Pinter 
(fällt leider aus)

Große Bergstraße:

164 IKEA
Hugh Owen Porter

193 Pflegedienst Altona
Christine Guthoff

199 Reformhaus Altona
Miriam Naber

211 Einhorn Apotheke
Jeesoo Hong

213 Buchhandlung Zweieinsdrei
Martin Hoffmann

223 HiFi Klubben
Julia Federspiel

231 gesund leben Apotheke
Tanja Selten
(fällt leider aus)

259 Peter Polzer
Britta Lehmann

Lamp’lweg:

10 Antiquariat Halkyone
Zhiyi Liu

10 Cosmetic Institut
Ilona-Bernadette Jakob


Monika Baum

kunst altonale und altonale Kunstmarkt

Monika Baum ist Kuratorin der kunst altonale. Sie hat Kulturwissenschaften an der Universität in Lüneburg studiert und ist im Anschluss in die Selbständigkeit gestartet. Neben Lehrtätigkeiten im Fachbereich bildende Kunst entwickelt sie freie Ausstellungsprojekte für Auftraggeber*innen aus der Wirtschaft.

Telefon +49 (0)40 – 39 80 69 70
E-Mail kunst@altonale.de

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