Autorin: Katerina Poladjan. Foto: Andreas Labes

Zukunftsmusik

literatur altonale

28.06., 20 Uhr

Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Straße 79

Es ist der 11. März 1985. Im Zentrum des Geschehens: die auf allerengstem Raum lebenden Bewohner*innen einer sowjetischen Kommunalka in der sibirischen Weite. Aus dem Radio ertönt Chopins Trauermarsch in Dauerschleife und verkündet den Tod des Generalsekretärs. Noch ahnt niemand, dass der Trauermarsch die Zukunftsmusik ist und eine Zeitenwende ankündigt: die Ära Gorbatschow.

Die 1971 in Moskau geborene, in Rom und Wien aufgewachsene, und schon lange Jahre in Berlin lebende Schriftstellerin Katerina Poladjan präsentiert ihren Roman „Zukunftsmusik“ (S. Fischer Verlag), der in skurrilen, poetischen und präzise beobachteten Szenen aus dem Leben von Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin erzählt. Über Geheimnisse und Sehnsüchte, die Absurdität des Daseins und eine untergegangene Welt.

Moderation: Verena Hagedorn

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Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt in Deutschland. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt »In einer Nacht, woanders« folgte »Vielleicht Marseille« und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht »Hinter Sibirien«. Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für »Hier sind Löwen« erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. »Zukunftsmusik« stand auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022.