Systemrelevanz

altonale salon

11.9., 15 Uhr

Altonaer Museum

Diskursiver Austausch und Gespräch sind wieder möglich. Mit dem altonale salon laden wir herzlich zur Podiumsdiskussion und zum gemeinsamen Gespräch. Das Thema Systemrelevanz steht in diesem Jahr im Fokus. Fachleute und Betroffene, Nachbar*innen und Anwohner*innen diskutieren zusammen über die verschiedenen Blickwinkel und Aspekte, die mit dem Begriff Systemrelevanz verbunden sind.

Seit mehr als einem Jahr rüttelt die Pandemie Gesellschaften durcheinander. Lockdowns und Hygiene- und Schutzregeln bestimmten und bestimmen noch unseren Alltag. In dieser Zeit hat unter anderem der Begriff „Systemrelevanz“ seinen Schatten über den gesellschaftlichen Diskurs geworfen.

Der Begriff der Systemrelevanz erfährt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Im Zuge der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 stand er im Kontext der finanziellen Rettung der Banken seitens des Staates. Banken galten als Verursacher der Krise und so war die allgemeine Empörung groß. Die damalige Bundesregierung erklärte eine gesamte Branche für systemrelevant und schuf so die Grundlage für den finanziellen Beistand.

Schon damals dämmerte vielen Menschen, dass in diesem Verständnis von Systemrelevanz der Wurm steckte. Heute erleben wir, dass eine ganze Reihe von Branchen als systemrelevant eingestuft werden. Darunter auch die Banken, aber zum größten Teil handelt es sich um Sektoren, aus deren Leistungen und Produkten sich unmittelbar erschließt, warum wir sie für unser (Über-)Leben dringend brauchen: Wasser- und Energieversorgung, Ernährung, Hygiene, Gesundheit, Pflege und Betreuung, Transport und Verkehr, Medien und Internet usw.

Die COVID-19-Pandemie ist in erster Linie eine gesundheitliche Bedrohung, aber sie bringt auch eine ökonomische und eine gesellschaftliche Krise mit sich. Alle drei Momente sind eng miteinander verwoben. Im Prinzip wissen wir, was zu tun ist, um den Schutz des Lebens zu gewährleisten. Forschungslabore weltweit stellen sich in einem menschheitsgeschichtlich nie dagewesenen Tempo auf medizinische Entwicklungen ein.

Obwohl diese Pandemie derzeit unsere Wahrnehmung dafür sensibilisiert, was die Tätigkeiten und Produkte sind, auf die es nun wirklich ankommt, stellt sich die Frage, ob wir erkannt haben, was relevant ist. Wir benötigen die Diskussion über ein System, oder besser: einen Lebenszusammenhang, der diesen Relevanzen entspricht, um den Begriff „Systemrelevanz“ neu einzuordnen.

Zur Einführung wird es in diesem Jahr eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Wollen wir unser altes Leben zurück?“ geben, bevor an Thementischen von Paten moderiert in aller Offenheit das Gespräch gesucht wird. Teilnehmende auf dem Podium sind unter anderem Dr. Ulrich Spengler (Geschäftsführer und Mitbegründer von altona Diagnostics), Dr. Stefanie von Berg (Bezirksamtsleiterin), Jan Jepsen (Autor), Prof. Dr. med. Gunter N. Schmidt (Asklepios Klinik Altona), Inga Mühlheims (Pressesprecherin Fridays for Future) und Holger Lange (kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg).

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!

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