Libertikons

STAMP

2. bis 19.9., ab Einbruch der Dunkelheit

Festivalzentrum am Platz der Republik

STAMP und HausDrei haben jungen Künstler*innen dazu aufgerufen, ihre Definition des Freiheitsbegriffs in Foto und Video umzusetzen: Was steht hinter dem Freiheitsbegriff, was bedeutet LIBERTY in einer Zeit turbulenter Veränderungen für Europa und der Europäische Union – anhaltende Flüchtlingsströme, ein beunruhigendes Auseinanderdriften der Gemeinschaft, eine stärker werdende terroristische Bedrohung, die Auswirkungen des BREXIT und nicht zuletzt die Covid19-Pandemie. Wie sieht die Zukunft der europäischen Gemeinschaft aus und welche Bedeutung haben Demokratie und Freiheit im 21. Jahrhundert?

Die entstandenen Filme werden ab Einbruch der Dunkelheit während des gesamten altonale Zeitraums auf große aufgeblasene Kugeln projiziert. Diese Kugeln sind rings um das Festivalzentrum auf dem Platz der Republik platziert.

What lies behind the concept of freedom? What is the meaning of LIBERTY in times of turbulent changes for Europe and the European Union – ongoing refugee streams, a disconcerting drifting apart within the European community, increasing terrorist threats, the consequences of BREXIT and last but not least the Covid pandemic. What lies ahead for the European community and what role can democracy and freedom play in the 21st century?

For the duration of altonale their films will be shown on big inflatable globes at sundown. These globes are placed round about the festival centre on Platz der Republik.


Intro: LIBERTY (Urška Medved, Slovenia)

Urška Medved (1996) ist eine junge Künstlerin aus Slowenien. Schon als Kind begann sie mit zeitgenössischem Tanz. Im Februar 2021 hat sie ihr Studium des Mode- und Textildesigns an der Universität von Ljubljana abgeschlossen. Sie kombiniert Performance mit textiler Kunst und erforscht deren Grenzen und Verbindungen.

Intro: LIBERTY (Urška Medved, Slovenia)

Urška Medved (1996) is a young interdisciplinary artist from Slovenia. She started her art path in the field of contemporary dance at very young age. In February 2021 she finished her degree in Fashion and textile design at University of Ljubljana. She is working in the field of performance and textile art exploring their borders and connections.


Planetarium (Karla Krey, Deutschland)

Sprecher: Danilo Grna | Videotechnische Unterstützung: David Scheffler

Seit Jahrhunderten üben die Sterne eine große Faszination auf uns aus. Teleskope an Satelliten im All haben in den letzten Jahren beeindruckende Bilder der Wandelsterne geliefert. So sind wir auch weiterhin auf der Suche nach unserem Platz in dieser schier unendlichen Weite. Den acht Planeten unseres Sonnensystems ist jeweils eine der acht Euromünzen zugeordnet. So entstehen Bilder, die an schematische Darstellungen unseres Sonnensystems erinnern, wie sie in Lehrbüchern zu finden sind.

Karla Krey studierte Bildende Kunst in der Klasse von Susan Philipsz in Dresden. Der Fokus ihrer künstlerischen Praxis liegt auf bildnerischen Repräsentationsmechanismen, die gesellschaftliche Gegebenheiten darstellen, ortsbezogenen künstlerischen Interventionen sowie öffentlichen Räumen. Krey lebt und arbeitet in Leipzig und Hamburg.

Planetarium (Karla Krey, Deutschland)

Narrator: Danilo Grna / Technical video support: David Scheffler

The stars have fascinated us for centuries. In recent years Satellites with telescopes have provided us with impressive pictures of planets. So we are still looking for our place in this seemingly endless expanse. Each of the eight planets of our solar system is associated with one of the Euro coins. They present images that remind us of schematic representations of our solar system, as shown in textbooks.

Karla Krey studied visual arts in the class of Susan Philipsz in Dresden. The focus of her artistic work lies on presentational mechanisms for images, showing social phnenomena, local artistic interventions and public spaces. Krey lives and works in Leipzig and Hamburg.


EIN ABEND IN DIR SELBST (Rebecca Fritsche, Italien)

Das letzte Jahr hat uns verändert. Plötzlich hatten wir mehr Zeit, als uns lieb war, und wir konnten sie mit niemandem zusammen verbringen. Zur Selbsterkenntnis gezwungen zu sein, ist einschüchternd und stürzt uns in ein schwarzes Loch. Man muss aktiv werden und sich Mühe geben. Das haut einen um. Das Schöne ist: Sobald man ganz am Boden liegt, geht es nur noch aufwärts. Sich nach dem Licht strecken und den Himmel mit anderen Augen sehen. So hat uns das letzte Jahr zwar verändert, aber zum Guten.

Rebecca Fritsche, geboren 1994, lebt in Genua, nahe dem Meer. Die Illustratorin experimentiert gern und erforscht optische Effekte jeder Art, so auch die wunderbare Welt der Animation. Stilistisch passt ihre Arbeit in keine Schublade, denn jedes Ding entfaltet eine ganz eigene Schönheit, während seine Abbildung sich ständig verändert.

ONE NIGHT INSIDE YOU (Rebecca Fritsche, Italy)

Last year changed us. Suddenly we found ourselves having a nauseating amount of time at our disposal, without being able to share it with anyone but ourselves. When self-knowledge is forced, it intimidates and plunges you into a deep darkness. It requires work and effort. It knocks you down. The nice thing is that when you hit the bottom you can only climb up. Find the light and look at the sky with different eyes. So last year changed us but for the better.

Rebecca Fritsche, born in 1994, lives in Genoa near by the sea. She is a young illustrator who loves experimentation and visual research in all its forms, including the wonderful world of animation. Her peculiarity is not to be able to be boxed in a style, because everything shows its own beauty and the image of it changes at the same pace.


Und die Sonne scheint doch (Betül Aksu, UK/Türkei)

„Und die Sonne scheint doch“ feiert die Hoffnung, die mit dem Verlassen der Heimat verbunden ist. Im ersten Corona-Lockdown 2019 hat Betül sich die Aufnahmen angehört, die während sieben Jahren außerhalb der Türkei entstanden waren, und überlegt, wie man dieses Narrativ auch anders erzählen kann. Sie verband Geräusche mit Bildern, die ursprünglich nicht zusammengehörten, und schuf so Beziehungen zwischen Wahrheit und Fiktion, Schicksal und freiem Willen.

Betül Aksu ist eine Künstlerin und Forscherin mit interdisziplinärem Hintergrund in medialer Kunst, Kognitionswissenschaft und Linguistik. In ihrer Arbeit erforscht sie, was es bedeutet, in einem bestimmten Gebiet leben, arbeiten und atmen zu dürfen. Sie verwendet Sprache als künstlerisches Material, beobachtet interkulturelle Fehlkommunikation und reflektiert über systemische Gründe, die Kommunikationsbarrieren verursachen.

There is sun, surprisingly (Betül Aksu, UK/Turkey)

There is sun, surprisingly celebrates the notion of hope as a consequence of leaving home. During the first Covid-19 lockdown, Betül reviewed her archival recordings of 7 years spent outside Turkey in search for alternative narratives. She matched sounds and images that were not originally connected to each other, to initiate a relationship between truth vs. fiction and destiny vs. freewill.

Betül Aksu is an artist and researcher with transdisciplinary background in media arts, cognitive science and linguistics. Her work explores what it means to be permitted to live, work, and breathe in a certain territory. She uses language as an art material, observes intercultural miscommunication, and reflects on systemic reasons that cause communication barriers.


Wer bin ich? (Svetlana Ochkovskaya, UK)

Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Wer gehört zu mir? Svetlana Ochkovskaya möchte diese zeitlosen Fragen von Zugehörigkeit, Identität und des Andersseins erforschen und dazu ermutigen, die Welt neu wahrzunehmen, indem sie die Zuschauer in ein visuelles Anderswo mitnimmt. Bewohnt von einer Kreatur, die weder Mensch noch Alien ist, weder real noch imaginär, verschieben diese konstruierten Umgebungen die fragilen Grenzen unserer Wahrnehmung.

Zurzeit lebt und arbeitet Svetlana in Portsmouth, England. Unter ihren neueren Einzelausstellungen befinden sich „We are not ourselves“ im Stone Space, London, in der Jeannie Avent Galerie, London, und beim Portal Fantasy in der K6 Galerie, Southampton. Zu ihren neueren Veröffentlichungen gehört: Ludvig Rage, Inside Artist and Trebuchet.

Who am I? (Svetlana Ochkovskaya, UK)

Who am I? To whom do I belong? Who belongs to me? Svetlana Ochkovskaya wants to explore these timeless questions of belonging, identity and otherness: encouraging new perceptions of the world by taking the audience to a visual Other. Inhabited by a creature, neither human nor alien, real or imaginary, these constructed environments bend the fragile boundaries of our perceived reality.

Svetlana currently lives and works in Portsmouth, UK. Recent solo exhibitions include We Are Not Ourselves at the Stone Space and Jeannie Avent Gallery in London and Portal Fantasy at the K6 Gallery in Southampton. Recent publications include Ludvig Rage, Inside Artist and Trebuchet.