altonale und STAMP 2022

Der Termin für das nächste Festival steht schon fest: Vom 16. Juni bis 3. Juli 2022 verwandelt die altonale ungewöhnliche Orte in Hamburg-Altona wieder zu Bühnen für Künstler*innen aus Hamburg und der Region. Und vom 1. bis 3. Juli wird STAMP wieder Straßenkünstler*innen aus aller Welt an die Elbe und auf die Straßen und Plätze des Stadtteils ziehen.

Auch das zweite Wochenende der altonale war – trotz einiger Wetterkapriolen – ein voller Erfolg. Das Musikprogramm vereinte unterschiedlichste Stile und bewegende Klänge, die das Publikum begeisterten. Und das Kulturfutter stellte wieder einmal unter Beweis, wie gut Kultur aus geretteten Lebensmitteln und einer riesengroßen Portion freiwilligem Engagement schmecken kann. Jetzt starten wir in ein großartiges Finale mit unserem internationalen Festival der Straßenkünste STAMP!

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Unter dem bundesweiten Motto #Hier wird geimpft wird es auch eine Impfmöglichkeit in unmittelbarer Nähe unseres Festivalzentrums geben:

Am Sonntag, dem 19. September 2021 kann jede*r spontan von 11 bis 17 Uhr ins Altonaer Museum (Museumstraße 23) kommen, um sich kostenfrei impfen zu lassen. Benötigt wird ein gültiger Ausweis, ein Impfpass ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Minderjährige ab 12 Jahren können in Begleitung einer/-s Erziehungsberechtigten ebenfalls geimpft werden.

Auf der Aktionswebseite finden Sie mit wenigen Klicks alle wichtigen Informationen zur offenen Impfaktion, die am 13. September 2021 begonnen hat.

Büro für Wunsch-Werte: Late-Night Counting

STAMP

17.9., 21–23 Uhr

KunstContainer am Bahnhof Altona

Liebes Ottensen, offizielle Statistiken und Zahlen zeichnen ein Bild von diesem Stadtteil, aber deckt sich dieses Bild damit, wie ihr ihn seht? Gemeinsam mit allen Interessierten begeben wir uns auf die Suche danach, wie sich Ottensen anders (er)zählen lässt.

Für sechs Wochen eröffnen wir das “Büro für Wunsch-Werte” im Kunstcontainer in der Ottenser Hauptstraße, direkt vorm Bahnhof Altona. Hier könnt ihr eure Zahl des Tages abgeben, über Zahlen zu Ottensen sprechen und euch eure eigene Statistik basteln: “Orte, an denen Musik erklingt”, “Kinder, die alleine unterwegs sind”, “Menschen, die zurückgrüßen”. Was riecht, fühlt, schmeckt, seht, hört ihr in Ottensen? Und wie viel?

So wächst über den gesamten Zeitraum eine Ausstellung kreativer Stadtteilerzählungen und Visionen für Ottensen, die durchgehend besucht werden kann. Zum Abschluss werden die gesammelten (Er)Zählungen der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz-Performance übergeben.

Aktuelle Aktionen und Termine findet ihr am Container, auf www.das-explorativ.com und in den Social Media Kanälen vom Büro für Wunsch-Werte.

Kommt vorbei. Wir zählen auf euch.
das_Explorativ

Dear Ottensen, official statistics and data paint a certain picture of Ottensen, but is it the same picture that you see? Together with everyone interested we explore how Ottensen can be (re)counted differently.

For six weeks we open the ‚Bureau for Wish Results‘ in the art container outside Altona Station in Ottenser Hauptstraße. Here you can hand in your number of the day, talk about numbers relevant to Ottensen and fabricate your own statistics: ‚Places where music can be heard.‘ ‚Children walking the streets alone, but safe.‘ ‚People who return a friendly Hello.‘ What do you smell, feel, taste, see, hear in Ottensen? And how much of it?

During this period material for an exhibition of creative story-telling about and visions for Ottensen will be gathered. It can be visited during work in progress. Finally all the collected (re)counts will be presented in a public press conference-performance.

Times and places for different events can be found at the container, on www.das-explorativ.com and in social media channels in front of the Bureau of Wish Results.

Come see us. We count on you.
das_Explorativ

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Was für ein großartiger Auftakt! Das erste altonale-Wochenende war fantastisch, fast alle Veranstaltungen ausgebucht und die Stimmung rund ums Festivalzentrum auf dem Platz der Republik ganz wunderbar. Auf geht’s nun ins zweite Wochenende – mit jeder Menge Kunst, u.a. dem Kunstmarkt und der Kunstversteigerung, einem tollen Musikprogramm, dem altonale kulturfutter, dem altonale salon und und und … Wir empfehlen: Schnell einen Blick in den Kalender werfen und dann für unsere Veranstaltungen anmelden. Wir wünschen viel Vergnügen!

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Claudia Janke: wavelength europe – Der Film

STAMP

19.9., 19.30 Uhr

Bühne am Festivalzentrum

Filmvorführung im Open-Air-Kino

Wavelength ist eine Performance der preisgekrönten Multimedia-Fotografin und Künstlerin Claudia Janke. Sie lädt die Menschen ein, als Ausdruck der Solidarität mit ihren Mitmenschen in ihre Kamera zu winken.

Wavelength ist ein sich ständig weiterentwickelndes öffentliches Kunstwerk, das Menschen aus allen Gesellschaftsschichten durch die einfache, aber kraftvolle, universell erkennbare und kulturübergreifende Geste des Winkens verbindet. Das Winken ist ursprünglich ein Signal an Fremde, dass man in Frieden kommt. Es ist magisch – es schafft einen Moment der Intimität auf Distanz, selbst zwischen Menschen, die sich nicht kennen.

Claudia Janke bereiste für zwei Monate die 27 EU-Staaten, um ein Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft mit den Menschen Europas zu setzen. Entstanden ist ein Film von 411 winkenden aus ganz Europa, die ihre Nachricht des Zusammenhaltes und der Freundschaft in die Welt senden.

Für das STAMP Festival wird Claudia Janke ihren Film zum ersten Mal auf dem Wave-mobil zeigen: ein elektrisches Lastenrad mit vier-seitigem LED-Videobildschirm. Kommt und winkt, wo auch immer ihr sie findet!

Film screening in the open air cinema

Wavelength is a performance of multimedia-photographer and artist Claudia Janke. She invites people to wave into her camera as a gesture of solidarity with their fellow human beings.

Wavelength as a public work of art is in constant development, connecting people from all walks of life by the simple, but powerful, universally recognisable and cross-cultural gesture of waving. Originally waving was meant to signal to strangers that one was approaching in peace. It is magical – creating a momentary intimacy at a distance, even between people who don’t know each other.

For two months Claudia Janke has travelled 27 EU countries, setting an example of the solidarity and togetherness of all Europeans. Her encounters are shown in a film with 411 waving people from all over Europe, sending a message of solidarity and friendship into the world.

At STAMP festival Claudia Janke will show her film for the first time on the Wave-mobile: an electric cargo-bike with an LED video screen on all four sides. Come and wave wherever you spot this bike!

https://www.wavelengthproject.eu

News

Corona-Schnelltest-Zentrum

1. September 2021

Liebe Besucher*innen, es wurde in unmittelbarer Nähe des altonale Festivalzentrums am Platz der Republik ein Corona-Schnelltest-Zentrum eingerichtet, um Ihnen und Euch die Teilnahme an den Veranstaltungen der altonale und des STAMP Festivals so leicht wie derzeit möglich zu machen.

Das Testzentrum befindet sich in der Braunschweiger Straße/Ecke Museumsstraße.

Und über diesen Link geht es zur Anmeldung für den Test.

Herzlichen Gruß
Ihr / Euer altonale Team

Lageplan

AAA – Accessible Art for All

STAMP

2. bis 19.9.

Hamburg Altona

„AAA – Accessible Art for All“ bringt Kunst an wahrlich ungewohnte und sehr öffentliche Orte: an und in öffentliche Toiletten. Das vielschichtige Kooperationsprojekt zielt darauf ab, das Bewusstsein für zukünftige europäische Gesellschaften durch Kunst in Toiletten zu schärfen. Die Themen reichen dabei von Klimaschwankungen über Nachhaltigkeit bis hin zu der Bedeutung, heute und morgen in einer europäischen Gemeinschaft zu leben – in einer Gesellschaft, die gegen Mobbing und Diskriminierung Stellung bezieht und deren Türen jederzeit offen für Migrant*innen und Geflüchtete sind.

In fünf europäischen Städten (Rom, Leicester, Hamburg, Kristianstad und Sofia) werden künstlerische Bearbeitungen dieses Themas an die Orte gebracht, auf die wir alle gehen (müssen). In Hamburg eröffnen ab dem 2. September für die gesamte Dauer der altonale und darüber hinaus gleich fünf spannende Toiletteninstallationen.

„AAA – Accessible Art for All“ takes art to unusual, yet very public places: at and in public toilets. The many-faceted cooperative project aims at hightening the perception of future European societies through art in toilets. Its topics range from climate change to sustainability and the meaning of living in the European today and tomorrow – in a society that takes a stance against mobbing and discrimination and whose doors are always open for migrants and refugees.

In five European cities (Rome, Leicester, Hamburg, Kristianstad and Sofia) artistic takes of these topics will be presented at places where all of us (have to) go. For the duration of altonale five exciting toilet installations will be opened in Hamburg on September 2nd.


Gergana Popova & Mariya Badeva: UPSIDE DOWN. Can you reach?

KunstContainer, Ottenser Hauptstraße 1

Wir sind von Räumen umgeben, die für Menschen mit Behinderungenunerreichbar sind, aber wir sind uns ihres Kampfes nicht bewusst. Mit ihrem Vorschlag für das Urinal am Alma-Wartenberg-Platz wollen Gergana Popova und Mariya Badeva das Bewusstsein dafür schärfen, wie die banalsten Dinge des Alltags, die wir für selbstverständlich halten, zu einem Hindernis werden können, das ohne Hilfe nicht zu überwinden ist. Wir wollen Empathie wecken und versuchen, Menschen dazu zu bringen, so zu denken und zu fühlen wie Menschen mit Behinderungen, wenn sie keinen Zugang zu grundlegenden Einrichtungen wie der Toilette haben.

We are surrounded by spaces which are out of reach for people with disabilities, however, we are unaware of their struggle. The proposal in the urinal at Alma-Wartenberg-Platz aims to raise awareness of how the most mundane things in our everyday life, which we take for granted, can become an obstacle, impossible to overcome, without assistance. We want to evoke empathy and try to make people think and feel in the same way as people with disabilities, when they cannot have access to fundamental facilities, such as the toilet.


Vishal Joshi: WE REFLECT

Toilettenwagen auf dem Platz der Republik, 22765 Hamburg

Wenn man in Europa lebt, arbeitet, spielt oder einfach nur existiert, ist man ein Europäer. Unabhängig von Alter, Klasse, Geschlecht, Rasse oder kulturellen Hintergrund. Man wird zu dem Ort und der Ort wird zu einem selbst. Europa ist ein Spiegelbild seiner Menschen, und seine Menschen ein Spiegelbild Europas. Vishal Joshi wird die Menschen dazu anregen, über ihren eigenen Beitrag zur europäischen Gesellschaft und ihren Werten nachzudenken und ihn zu erforschen, indem er eine öffentliche Außentoilette für eine Spiegelinstallation nutzt. Die spiegelnde Oberfläche wird mit abstrakten Bildern von Hamburger Bürgern bedeckt sein. Du siehst Dich selbst, Du siehst andere, Du siehst Deine Umgebung.

By living, working, playing, or simply existing in Europe, you are a European. No matter your age, class, gender, race, or cultural background. You become the place and the place becomes you. Europe is a reflection of its people, and its people a reflection of it. Vishal Joshi will encourage people to think about and explore their own contribution to European society, and its values, by using a public outdoor toilet to create a mirrored installation. The reflective surface will be covered with abstract images of Hamburg locals. You see yourself, you see others, you see your environment.


Dong Zhou: Here could be a camera

Toilette im Altonaer Museum, Museumsstraße 23, 22765 Hamburg

In dieser Toilette hört man das Geräusch der Spycam-Kriminalität. Sie sind leise, heimtückisch und unauffällig, aber allgegenwärtig, genau wie die versteckten Kameras. Spionagekriminalität ist zu einem internationalen Problem geworden, dessen Opfer oft in Ostasien zu finden sind. Die Zahl der Verbrechen mit versteckter Kamera in Südkorea lag 2017 bei mehr als 6.500. Mehr als 80 % der Opfer sind Frauen. Diese Aufnahmen werden ohne ihr Wissen auf Porno-Websites hochgeladen. Die Zielgruppe der Konsumenten sind hauptsächlich heterosexuelle Männer auf der ganzen Welt. Mit dieser Arbeit soll das Bewusstsein für dieses Problem geschärft und eine Bestrafung der internationalen digitalen Verbrechen gefordert werden.

In this toilet, you are hearing the sound of spycam crime. They are quiet, sneaky, and unobtrusive, but ubiquitous, just like the hidden cameras. Spycam crimes became an international problem whose victims are often in East Asia. The number of hidden camera crimes in South Korea was more than 6,500 in 2017. More than 80% of victims are women. These footages are uploaded to porn websites without their knowledge. The target group of the consumer is mainly straight men around the world. This work is for raising the awareness of this problem and appealing punishment to the international digital crimes.


Stefka Koleva: MENSCH PROJEKT (schau dich um)

Toilette im Stadtteilkulturzentraum HausDrei, Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg

Die Erkundung der Welt um uns herum ist ein sehr langsamer Prozess: Zuerst erkunden wir uns selbst, deshalb akzeptieren wir zuerst alles, was uns ähnlich ist, und nehmen nur sehr langsam Dinge an, die uns nicht so ähnlich sind. Das Projekt versetzt uns in eine Situation des Vergleichs zwischen links und rechts und zielt darauf ab, Perspektiven zu bereichern und zu erweitern, während man eine Wahl trifft.

Exploring the world around is a very slow process: first we explore ourselves therefore first we accept everything similar to us and very slow accept things that are not so similar to us. The project puts you in a situation of comparison between left and right , and have aims to enrich and extend your perspective while your making a choice.


The Orion: We All Share The Same Sky

Urinal auf dem Alma-Wartenberg-Platz, 22765 Hamburg

Jeder Mensch ist einzigartig, so wie jeder Winkel des Universums erstaunlich unterschiedlich ist, und doch sind wir auf allen Ebenen miteinander verbunden, da jeder von uns ein großer, funktionierender Kosmos ist. Das Kunstwerk „We All Share The Same Sky“ erinnert an eine Himmelskarte, die die kulturellen und individuellen Unterschiede von Schülern und Lehrern im Rahmen eines europäischen Austauschs aufzeigt. Orion ist ein autodidaktischer astronomischer Straßenkünstler, der von den Sternen gefallen ist und zu den Pionieren der osteuropäischen Straßenkunstszene gehört. Indem er die Sterne auf die Straße bringt, versucht er, die Lücke zwischen Astronomie und Urban Art zu schließen.

Every person is unique just as every corner of the Universe is amazingly different, and yet, we are interconnected on all scales with every one of us as a great working Cosmos. „We All Share The Same Sky“ artwork is reminiscent of a celestial map showing the cultural and individual diversities that represent the European exchange of students and teachers. Orion is a self-taught astronomical street artist, fallen from the stars among the pioneers of the Eastern European street art scene. By bringing the stars down to the streets, he tries to fill in the gap between Astronomy & Urban Art.

AAA – Accessible Art for All

STAMP

2. bis 19.9.

Hamburg Altona

„AAA – Accessible Art for All“ bringt Kunst an wahrlich ungewohnte und sehr öffentliche Orte: an und in öffentliche Toiletten. Das vielschichtige Kooperationsprojekt zielt darauf ab, das Bewusstsein für zukünftige europäische Gesellschaften durch Kunst in Toiletten zu schärfen. Die Themen reichen dabei von Klimaschwankungen über Nachhaltigkeit bis hin zu der Bedeutung, heute und morgen in einer europäischen Gemeinschaft zu leben – in einer Gesellschaft, die gegen Mobbing und Diskriminierung Stellung bezieht und deren Türen jederzeit offen für Migrant*innen und Geflüchtete sind.

In fünf europäischen Städten (Rom, Leicester, Hamburg, Kristianstad und Sofia) werden künstlerische Bearbeitungen dieses Themas an die Orte gebracht, auf die wir alle gehen (müssen). In Hamburg eröffnen ab dem 2. September für die gesamte Dauer der altonale und darüber hinaus gleich fünf spannende Toiletteninstallationen.

„AAA – Accessible Art for All“ takes art to unusual, yet very public places: at and in public toilets. The many-faceted cooperative project aims at hightening the perception of future European societies through art in toilets. Its topics range from climate change to sustainability and the meaning of living in the European today and tomorrow – in a society that takes a stance against mobbing and discrimination and whose doors are always open for migrants and refugees.

In five European cities (Rome, Leicester, Hamburg, Kristianstad and Sofia) artistic takes of these topics will be presented at places where all of us (have to) go. For the duration of altonale five exciting toilet installations will be opened in Hamburg on September 2nd.


Gergana Popova & Mariya Badeva: UPSIDE DOWN. Can you reach?

KunstContainer, Ottenser Hauptstraße 1

Wir sind von Räumen umgeben, die für Menschen mit Behinderungenunerreichbar sind, aber wir sind uns ihres Kampfes nicht bewusst. Mit ihrem Vorschlag für das Urinal am Alma-Wartenberg-Platz wollen Gergana Popova und Mariya Badeva das Bewusstsein dafür schärfen, wie die banalsten Dinge des Alltags, die wir für selbstverständlich halten, zu einem Hindernis werden können, das ohne Hilfe nicht zu überwinden ist. Wir wollen Empathie wecken und versuchen, Menschen dazu zu bringen, so zu denken und zu fühlen wie Menschen mit Behinderungen, wenn sie keinen Zugang zu grundlegenden Einrichtungen wie der Toilette haben.

We are surrounded by spaces which are out of reach for people with disabilities, however, we are unaware of their struggle. The proposal in the urinal at Alma-Wartenberg-Platz aims to raise awareness of how the most mundane things in our everyday life, which we take for granted, can become an obstacle, impossible to overcome, without assistance. We want to evoke empathy and try to make people think and feel in the same way as people with disabilities, when they cannot have access to fundamental facilities, such as the toilet.


Vishal Joshi: WE REFLECT

Toilettenwagen auf dem Platz der Republik, 22765 Hamburg

Wenn man in Europa lebt, arbeitet, spielt oder einfach nur existiert, ist man ein Europäer. Unabhängig von Alter, Klasse, Geschlecht, Rasse oder kulturellen Hintergrund. Man wird zu dem Ort und der Ort wird zu einem selbst. Europa ist ein Spiegelbild seiner Menschen, und seine Menschen ein Spiegelbild Europas. Vishal Joshi wird die Menschen dazu anregen, über ihren eigenen Beitrag zur europäischen Gesellschaft und ihren Werten nachzudenken und ihn zu erforschen, indem er eine öffentliche Außentoilette für eine Spiegelinstallation nutzt. Die spiegelnde Oberfläche wird mit abstrakten Bildern von Hamburger Bürgern bedeckt sein. Du siehst Dich selbst, Du siehst andere, Du siehst Deine Umgebung.

By living, working, playing, or simply existing in Europe, you are a European. No matter your age, class, gender, race, or cultural background. You become the place and the place becomes you. Europe is a reflection of its people, and its people a reflection of it. Vishal Joshi will encourage people to think about and explore their own contribution to European society, and its values, by using a public outdoor toilet to create a mirrored installation. The reflective surface will be covered with abstract images of Hamburg locals. You see yourself, you see others, you see your environment.


Dong Zhou: Here could be a camera

Toilette im Altonaer Museum, Museumsstraße 23, 22765 Hamburg

In dieser Toilette hört man das Geräusch der Spycam-Kriminalität. Sie sind leise, heimtückisch und unauffällig, aber allgegenwärtig, genau wie die versteckten Kameras. Spionagekriminalität ist zu einem internationalen Problem geworden, dessen Opfer oft in Ostasien zu finden sind. Die Zahl der Verbrechen mit versteckter Kamera in Südkorea lag 2017 bei mehr als 6.500. Mehr als 80 % der Opfer sind Frauen. Diese Aufnahmen werden ohne ihr Wissen auf Porno-Websites hochgeladen. Die Zielgruppe der Konsumenten sind hauptsächlich heterosexuelle Männer auf der ganzen Welt. Mit dieser Arbeit soll das Bewusstsein für dieses Problem geschärft und eine Bestrafung der internationalen digitalen Verbrechen gefordert werden.

In this toilet, you are hearing the sound of spycam crime. They are quiet, sneaky, and unobtrusive, but ubiquitous, just like the hidden cameras. Spycam crimes became an international problem whose victims are often in East Asia. The number of hidden camera crimes in South Korea was more than 6,500 in 2017. More than 80% of victims are women. These footages are uploaded to porn websites without their knowledge. The target group of the consumer is mainly straight men around the world. This work is for raising the awareness of this problem and appealing punishment to the international digital crimes.


Stefka Koleva: MENSCH PROJEKT (schau dich um)

Toilette im Stadtteilkulturzentraum HausDrei, Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg

Die Erkundung der Welt um uns herum ist ein sehr langsamer Prozess: Zuerst erkunden wir uns selbst, deshalb akzeptieren wir zuerst alles, was uns ähnlich ist, und nehmen nur sehr langsam Dinge an, die uns nicht so ähnlich sind. Das Projekt versetzt uns in eine Situation des Vergleichs zwischen links und rechts und zielt darauf ab, Perspektiven zu bereichern und zu erweitern, während man eine Wahl trifft.

Exploring the world around is a very slow process: first we explore ourselves therefore first we accept everything similar to us and very slow accept things that are not so similar to us. The project puts you in a situation of comparison between left and right , and have aims to enrich and extend your perspective while your making a choice.


The Orion: We All Share The Same Sky

Urinal auf dem Alma-Wartenberg-Platz, 22765 Hamburg

Jeder Mensch ist einzigartig, so wie jeder Winkel des Universums erstaunlich unterschiedlich ist, und doch sind wir auf allen Ebenen miteinander verbunden, da jeder von uns ein großer, funktionierender Kosmos ist. Das Kunstwerk „We All Share The Same Sky“ erinnert an eine Himmelskarte, die die kulturellen und individuellen Unterschiede von Schülern und Lehrern im Rahmen eines europäischen Austauschs aufzeigt. Orion ist ein autodidaktischer astronomischer Straßenkünstler, der von den Sternen gefallen ist und zu den Pionieren der osteuropäischen Straßenkunstszene gehört. Indem er die Sterne auf die Straße bringt, versucht er, die Lücke zwischen Astronomie und Urban Art zu schließen.

Every person is unique just as every corner of the Universe is amazingly different, and yet, we are interconnected on all scales with every one of us as a great working Cosmos. „We All Share The Same Sky“ artwork is reminiscent of a celestial map showing the cultural and individual diversities that represent the European exchange of students and teachers. Orion is a self-taught astronomical street artist, fallen from the stars among the pioneers of the Eastern European street art scene. By bringing the stars down to the streets, he tries to fill in the gap between Astronomy & Urban Art.