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Literatur

literatur altonale

book.beat 2018_Gereon_Miz_28 klein(c)Thomas Panzau

literatur altonale 

Schöner lesen und noch schöner lesen lassen … das war sie wieder: die literatur altonale 2019. Vom 31. Mai bis 16. Juni 2019 und zum 17. Mal in Altona: Literatur allerorten, aller Formate und Genres, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 

Hier ein kleiner, unvollständiger Rückblick: 

Am Eröffnungsabend hat Oliver Lück aus seinem weitgereisten VW-Bus heraus und direkt auf dem Platz der Republik Geschichten aus dem Band »Buntland« gelesen und dazu Fotos gezeigt. Diesmal hat er seinen Entdeckungsdrang ausschließlich auf Deutschland gelenkt und jedem Bundesland eine unbedingt zu erzählende Geschichte abgelauscht. Sein Büchertisch war nach der Lesung fast leergekauft.

Die »Poeten im Park« Dagrun Hintze, Regina Pichler und Michael Weins haben unter der glühenden Sonne Othmarschens aus neuen Texten und Gedichten gelesen: Liebesgeschichten, doch keine Liebesgeschichten und Jenseitig-Teuflisches. Außerdem wurde hier ein neues Genre auf die Wiesenbühne gewummst: der Psychotherapeuten-Roman. 

Eine literarische Prozession durch Ottensen der Extragüte war das »Ziegel«-Speed Dating mit Verena Carl, Jens Eisel, Nora Gantenbrink und Sascha Preiß. Eine Premiere, aus der ab nächstem Jahr eine Serie werden soll. 

Marie-Alice Schultz und Anselm Neft haben auf Einladung des Literaturhauses ihre neuen Romane bei Tisch & Stuhl in Ottensen vorgestellt und by the way auch gleich über Hamburg als Literaturstadt aus Veranstalterseite gesprochen – und orakelt. 

Zum siebten Mal haben sich book und beat im Thalia in der Gaußstraße in den Armen gelegen und diesmal hat sich die Literatur aufs freiere Feld gewagt: Mariola Brillowska schickte ihre Ich-Erzählerin stehenden Fußes auf eine großartig-exzentrische Reise zum Jupiter, der Theaterautor Akın Emanuel Şipal hat Klischees und Vorurteile – über das Deutsche wie das Türkische – die schönsten Volten schlagen lassen und die Künstlergruppe reproducts erzählte grandiose, abwegige und herrlich skurrile Geschichten zu Postkartenmotiven (und mögen diese auch noch so unschuldig daherkommen). 

Berlin, Brandenburg und China waren die places to be bei »Literatur Ahoi!« – der literarischen Schifffahrt auf der Elbe – mit Jan Brandt, Lola Randl und Stephan Orth. Während in Berlin das Dilemma der unbezahlbaren Wohnungen tobt, ist in Brandenburg der Wohnraum bezahlbar, aber das Liebes-Dilemma mindestens genauso atemberaubend. Und China? Ganz anders!

Saša Stanišić hat in der schon seit Monaten ausverkauften und pickepackevollen Buchhandlung Christiansen hinreißend über seine »Herkunft« erzählt, über seinen bosnischen Heimatort Višegrad und seine Jugend in Heidelberg. Und auch hier poppte ein neues Genre auf: die »ARAL-Literatur«, von der wir gern noch viel mehr lesen möchten!

Natascha Geier hat auf dem Kurzfilmfestival mit den Filmemacherinnen Erika Lust und Ula Stöckl über Feminismus im Allgemeinen und Frauen als Filmemacherinnen in einer ziemlich männlich geprägten Branche im Speziellen diskutiert. Ergo: da gibt es noch viele Vorurteile, alte weiße Männer und deren Systeme zu transformieren.

Bewohner*innen aus Altona haben literarische Kurzgeschichten zum diesjährigen altonale-Leitthema »Reichtum« geschrieben – unter der Anleitung des Storytellingtrainers Jörg Ehrnsberger. Hier kann die Lektüre sofort gestartet werden.

Christoph Busch hat seinen »Zuhörkiosk« zum ersten Mal außerhalb der U-Bahn-Station Emilienstraße aufgeschlagen und mit seinem Team in der Asklepios Klinik Altona im Rahmen von [Not] AT HOME Besucher*innen, Patient*innen und Mitarbeiter*innen eingeladen, ihnen ihre Geschichte zu erzählen. Ein wundervolles Konzept: die literarische Gegenrichtung!

Der polnisch-deutsche Autor Artur Becker, der seit Jahren in Bremen lebt, hat mit Pawel Sprawka in der Bücherhalle Holstenstraße über die komplexe Beziehung von Polen und Deutschen gesprochen und über tief sitzendes, kulturell und politisch Verzwicktes in dieser Beziehung.

In ein privates Wohnzimmer in Altona hielt das Dorf Einzug – mit Katrin Seddig und Mischa Kopmann und deren Romane. Erkenntniswert: das Dorf ist ein Ort voller Geheimnisse und Abgründe … dagegen ist die Großstadt ein Lämmchen. 

Am Festivalwochenende hat der Stop Klock Poetry Slam wieder für eine volle Christianskirche und ein großartiges Line-up gesorgt. Den goldenen Klopstock hat einmal mehr Sven Kamin errungen, gefolgt von Monika Mertens und Tristan Qi. 

Der Carlsen Verlag hat wieder schönsterweise Autorinnen und Autoren aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm in Schulen, ins Kinderbuchhaus und auf den Platz der Republik entsendet und magische Tiere in Ottenser Schaufenster versteckt. 

Wir danken allen Akteur*innen, Verbündeten, Förderern, Kooperationspartner*innen und Besucher*innen für ihr literarisches Engagement. 

Katrin Weiland, Programmleitung literatur altonale

Die literatur altonale wird freundlich unterstützt von der Behörde für Kultur und Medien, dem Bezirksamt Altona, dem altonale Freundeskreis, dem Carlsen Verlag und vielen weiteren Partnern und Institutionen. Ein besonderer Dank gilt dem Hotel Wedina und der Buchhandlung Christiansen.