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Kunst im Schaufenster

Kunst im Schaufenster

Kunst im Schaufenster

Der Wettbewerb um den altonale Kunstpreis

Die diesjährige altonale Kunstpreis-Verleihung fand am 7. Juni im Altonaer Museum statt. Im Rahmen des Wettbewerbs „Kunst im Schaufenster“ haben 54 KünstlerInnen aktuelle Arbeiten zum Thema REICHTUM realisiert, und sich damit um den altonale Kunstpreis 2019 beworben. Dieser Preis, dotiert mit 2.500 Euro, dient der Förderung bildender KünstlerInnen und wird von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg gestiftet.

Es waren insgesamt zehn KünstlerInnen nominiert: Martha Armijos-Koopmann, Baldur Burwitz, Ralf Greulich, JasminHantl, Yukari Kosakai, Elke Leuschner, Simone Ohliger, Berhard Schwank sowie zwei Nach-Nominierte: Claudia Urlaß und Klaus Pinter.

Der 1. Preis ging an Ralf Greulich mit seiner Arbeit „Gasolin – Oppas Tankstelle“ im Autohaus Schäfer, Arnoldstraße 1. Greulichs Erinnerung an eine unbeschwerte Kindheit ist sein persönlicher Reichtum. 

Der 2. Preis ging an Jasmin Hantl für ihre Arbeit „Der Balkon für die goldenen Zeiten“  bei Goldene Zeiten in der Eulenstraße 77. Für Hantl ist die scheinbar freie Geste in der Zeichnung eine Form von Reichtum.

Der 3. Preis ging an Bernhard Schwank für seine „ethnokonstruktivistische Installation“ in der Victoria-Apotheke, Bahrenfelder Straße 69. Laut Schwank kann Reichtum als Prestige verleihendes, geistiges Konstrukt manchmal zu grotesken Situationen führen.

Ausserdem sprach die Jury zwei Lobende Erwähnungen aus: Yukari Kosakai bei Kevin Murphy, Hairdresser, Ottenser Hauptstraße 59 und Claudia Urlaß bei Klavier-Rüther, Große Rainstraße.

Aus der Jury-Begründung zum diesjährigen Preisträger: 

„Seine persönliche, herzerwärmende gemalte Geschichte ruft unbeschwerte Kindheitserinnerungen an Oppas Tankstelle in Höxter wach. Dort war die Welt noch in Ordnung, weil der Gasolin-Werbeslogan „Nimm Dir Zeit und nicht das Leben“ wahrhaftig mit Leben gefüllt worden ist. Die Malerei in Öl mit Acryl- und Acryl-Lackuntermalungen hat ihre passgenaue neue Heimat im Inhaber [neu] geführten und mit Herz und Leidenschaft betriebenen Autohaus Schäfer, Arnoldstraße 1, gefunden. Sie hängt dort so selbstverständlich und beiläufig zentral, als hinge sie dort schon immer. Das Thema Reichtum erschließt sich sofort, denn der wahre Schatz eines jeden Lebens sind wohl doch persönliche Erinnerungen – bei gleichzeitiger Mahnung an zu viel Tempo im Leben heute. Das Bild, der wohlgeformte Retro-Schwung des 50-er Jahre Tankstellenschaufensters und die gelungene Integration von Kunst und Alltag wirken auf wundersame Weise stimmig, humorvoll und – entschleunigend.“  (Angela Holzhauer im Namen der Jury)

Die Jury 2019: Inga Wellmann (Kulturbehörde Hamburg), Angela Holzhauer (Galeristin), Sylvia Schultes (Künstlerhaus FRISE), Mike Schäfer (Künstler und Szenograph) und Stefan Klein (Vorjahres-Preisträger).

PUBLIKUMSPREIS

Neben dem jurybasierten Kunstpreis gibt es in diesem Wettbewerb noch einen weiteren Preis: den Publikumspreis, gestiftet und ermöglicht durch die IG Große Bergstraße. Alle konnten mitmachen: Das Publikum wählte aus allen beteiligten Geschäften sein Lieblings-Schaufenster! Gewinner 2019 wurde HENRY LINK mit seiner digitalfotografischen Arbeit in den Schaufenstern der Haspa, Ottenser Hauptstraße. Henry Link erhält ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Darüber hinaus wurde unter allen AbstimmungseinsenderInnen ein feiner Präsentkorb verlost! Gezogen wurde Frau Susanne Lange aus Altona. Beiden Gewinnern Herzlichen Glückwunsch!

Wir danken für die wertschätzende Unterstützung von „Kunst im Schaufenster“ der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der IG Große Bergstraße!

Die Schaufenster

Arnoldstraße:

1 Autohaus Schäfer | Ralf Greulich

Bahrenfelder Straße:

69 Victoria Apotheke | Bernhard Schwank
71 Helm & Helm Inneneinrichtung | Georgi Gedevanidze
75 Marktschänke | Elke Leuschner
77 Brillengeschäft Sehgang | Johanna Stallbaum
79 Buchhandlung Christiansen | Kim Krebeck
81 Schuhhaus Meier | Christian Ansen
113 Bären-Treff | EVA
119 Jokers Buchhandlung | Anita Schwieger + Petra Kapust
122 Schamotte | Julia Gundlach
130 Oak Streetwear Store | freakheads
142 Friseur Schrägschnitt | Dagmar Mahlstedt
176 Weltladen Ottensen | Idona Asamoah

Erdmannstraße:

16 Lieblin Ottensen | Sabine Dahl

Erzbergerstraße:

3 e.p.a. – european play work association | Europa JUGEND Büro | Martha Armijos – Koopmann
10 Hier & Jetzt | Wiebke Hemsen
19 Herzberg | Sabine Schellin

Eulenstraße:

77 Goldene Zeiten | Jasmin Hantl
89 Wunderhaar | Nancy Blum

Friedensallee:

6 Jöh Makrönchen | Sandra Schaub
7 – 9 Zeisehallen: Galerie stilhaus+ | Aleksandra Funke
7 – 9 Zeisehallen: Gaumenganoven | Andrea Nimax

Große Bergstraße:

164 IKEA | Baldur Burwitz
199 Reformhaus Altona | Ilona Jakob
211 Einhorn Apotheke | Petra Schwab
213 Zweieinsdrei Buchhandlung | Simone Ohliger
213 Sanitätshaus Große Bergstraße | Elvira Nungesser
213 o – Ton | Benedikt Brockmann
231 gesund leben Apotheke Altona | Anna Hampel
241 Claus Kröger Kaffee & Tee | Suscha Vogel-Lobeck

Große Brunnenstraße:

47 Birgit Lakke | [ Völlig ] Sinnlos
61 Cleo für Kinder | Anna-Maria Schlemmer
70 Heimat | Hugo Lobeck

Große Rainstraße:

9 Klavier Rüther | Claudia Urlaß
18 LilliSu | Anna Constantin

Hohenesch:

6 Stiels Designbutik | Claudia Rüdiger
29 Galerie Schmuckschmiede | Elke Mußenbrock
40 Salon Jule Stienen | Klaus Pinter
43 Söhne & Töchter- Kindermode | Christine Guthoff

Lamp’lweg:

10 Antiquariat Halkyone | Britta Lange
10 Cosmetic – Institut | Barbara Witte

Neue Große Bergstraße:

4 – 6 Kilo – Shop ( DRK ) | Til von Push

Ottenser Hauptstraße:

10 Private Shirt | Maren Schram
10 Buchhandlung Hugendubel | Hannimari Jokinen
10 Bücherhalle Altona | Anne Staszkiewicz
25 FON Friseur | CAS
28 Jacques Weindepot | Hartmut Genz
29 Hamburger Sparkasse | Henry Link
32 Mascha Clothing | Sissy Schneider
44 Druckwerkstatt | Jeannine Platz
46 grün & schön | Anja Puppel
56 Titus | die fuechsin / Antje Ellerbrock
59 FriseurKevin Murphy | Yukari Kosakai

Nominierungen

Der Reichtum von Morgen entspringt dem Kreislauf der Rohstoffe. Abfall ist Rohstoff.Was können wir selbst zum Kreislauf der Rohstoffe beitragen? Es gibt viele Kunstgriffe von Einzelnen. DEIN/ MEIN MÜLL IST DEIN/MEIN ROHSTOFF ist mein Kunstgriff. Aus Biobananenschalen stellt Martha Armijos-Koopmann Bananenschalenpigmenteher, mit denen sie Bilder und Objekte schafft.

EPA European Playwork Association / Europa Jugend Büro, Erzbergerstraße 3

Das Schaufenster eines Möbelhauses. Es ist komplett eingerichtet, wie eine Wohnung, jeder Bereich ist einsehbar. Ein Mensch betritt den Raum. Was tut er dort? Dekoriert er etwas um? Preist er aus? Jetzt stellt er sich an den Herd, setzt Wasser auf, dreht sich um, setzt sich in einen gemütlichen Sessel namens FRIHETEN und beginnt, zu lesen.

IKEA, Große Bergstraße 164

GASOLIN‚ ‘OPPAS‘ TANKSTELLE. Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit in der Kindheit. Schöne Erinnerungen sind ein großer Schatz, der Seele und Herz nährt. ‚Oppas‘ Tankstelle in Höxter ist so eine Erinnerung. Mit ‚Oppa‘ pfeifend die Straße hinunter vom Haus der Großeltern hin zur Tankstelle. „Nimm Dir Zeit und nicht das Leben“ (Gasolin-Werbeslogan).

Autohaus Schäfer, Arnoldstraße 1

In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt Jasmin Hantl die Frage: Was definiert einen Raum? Und wie lassen sich Zeichnungen und bildhauerische Mittel kombinieren, damit lineares Alphabet zu einem charakteristischen Ausdruck findet? Dabei gilt ihr Interesse der scheinbar freien Geste; als eine Form von Reichtum. Der Balkon für die goldenen Zeiten.

Goldene Zeiten, Eulenstraße 77

Yukari Kosakai interessieren die Vielfalt und Ambivalenz von Wertvorstellungen des alltäglichen modernen Lebens.Zum Beispiel Reichtum: Der Begriff könnte ‚gesammelte Güter’ bedeuten, aber auch ‚geistige Werte’. So ist es nicht einfach Wertvorstellung allgemeingültig festzulegen. Um das zu assoziieren, arbeitet die Künstlerin mit einer waageähnlichen Konstruktion.

Kevin Murphy, Ottenser Hauptstraße 59

Reichtum wird oft mit großem Besitz assoziiert. Reichtum kann aber auch bedeuten: mit ganz wenig auskommen zu können und/oder zu müssen und trotzdem im Leben einen Sinn zu sehen und Freude zu spüren, meint Elke Leuschner. Manchmal ist ein Schlafsack und eine Iso-Matte schon Reichtum, wo vorher nur ein Pappkarton als Schlafplatz diente.

Marktschänke, Bahrenfelder Straße 77 (am Spritzenplatz)

Ein Riesenpapierschnipselhaufen im Schaufenster des Buchladens symbolisiert nicht nur den EINFALLSREICHTUM, der in all den Büchern steckt, sondern eröffnet auch einen nahezu unbegrenzten Pool an kreativen Möglichkeiten, der uns allen innewohnt, meint Simone Ohliger. Sie sind herzlich eingeladen, dem Einfallsreichtumshaufen zum Weiter-Wachsen zu verhelfen.

Buchhandlung Zweieinsdrei, Große Bergstraße 213

Bernhard Schwank stellt eine Vitrinen-Situation her, die an die Präsentation von Objekten in einem “Völkerkundemuseum“ erinnert. Sein Ansatz geht von der Idee aus, dass sich unsere abendländische Kultur in eine ganz andere Richtung entwickelt haben könnte, wenn sie eine andere Abzweigung ihres entwicklungsgeschichtlichen Weges genommen hätte.

Victoria Apotheke, Bahrenfelder Straße 69