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Michel Abdollahi

Michel Abdollahi

Foto: Max Baier & Arian Henning
Foto: Max Baier & Arian Henning

Michel Abdollahi liest aus »Deutschland schafft mich«

Ausstrahlung: Sonntag, 6. Juni 2021

Seit er fünf Jahre alt ist, lebt Michel Abdollahi in Hamburg, in zwei Sprachen und zwei Kulturen. In seinem aktuellen Buch »Deutschland schafft mich. Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin« erzählt er, wie sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland in den letzten Jahren radikal verändert hat und wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration nicht vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren.

Die verbale Gewalt, mit der in den Sozialen Medien um sich geschlagen wird, hat deutlich zugenommen. Stellvertretend für Millionen Deutsche mit internationaler Geschichte hat er die Entwicklung der letzten Jahre aufgeschrieben. In der Fülle der verbalen Entgleisungen von Politikern, Talkshowgästen und Journalisten, die er beschreibt, ist sein Buch das Zeugnis einer Gesellschaft, in der rechtes Denken zunehmend in die Mitte rückt.

Michel Abdollahi, der Politik und Entertainment zusammenbringt, wurde 1981 in Teheran geboren und zog 1986 mit seiner Familie nach Hamburg. Er studierte Jura und Islamwissenschaften an der Uni Hamburg. Seit 2000 ist er in der Poetry-Slam-Szene aktiv. Er ist Mitbegründer der Veranstaltungsreihe »Kampf der Künste« in Hamburg und moderiert die Late-Night-Talkshows »Käpt’ns Dinner« und »Der deutsche Michel« im NDR.

Für seine Straßenaktionen als NDR-Reporter und die Dokumentation »Im Nazidorf« erhielt er 2016 den Deutschen Fernsehpreis. 2017 erhielt er den Gustaf-Gründgens-Preis.

Die digitale Veranstaltung ist Teil der Kampagne #zweiterfruehling von literaturhaus.net, gefördert von NEUSTART KULTUR.