Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Filter by Categories
altonale digital
altonale digital: beendet
altonale k&s
altonale Salon
Festivalzentrum
Film
Formate
Kinder
kulturfutter
Kunst
Kunst / Theater
Literatur
Musik
Theater / Performance
vvisionAIR

Evgeni Mestetschkin & Julia Solovieva

Evgeni Mestetschkin & Julia Solovieva

Weisses Hotel

„… und die Juden. Von Schmerz, Lust und Weiterleben im weißen Hotel“

Ausstrahlung: Donnerstag, 10. Juni 2021

Im imaginären „Weißen Hotel“, inspiriert durch den Roman von Donald M. Thomas, treffen sich jüdische und nichtjüdische Hamburger*innen. Sie sind keine Schauspieler*innen, aber sie haben Geschichten zu erzählen: authentisch, lustvoll, schmerzhaft. Holocaust-Überlebende, Israeli, Deutsche, Konvertierte, ehemals Geflüchtete aus Polen, der Ukraine und Russland. Nicht alle wollen sich in der Öffentlichkeit zeigen; andere springen ein und übernehmen ihre Geschichten. Da ist Angst vor „modernem Antisemitismus“ und da sind Schuld- und Schamgefühle. Und trotzdem lassen sich die Beteiligten auf dieses Projekt ein, weil sie an eine Zukunft der Juden in Deutschland glauben.

Evgeni Mestetschkin Foto Julia Solovieva

Evgeni Mestetschkin

Evgeni Mestetschkin ist in Lwiw/Ukraine geboren, absolvierte an der Russischen Staatsakademie für Theaterkunst RATI in Moskau sein Diplom in Theater- und Zirkusregie und lebt seit 1992 in Hamburg. Hier beginnt er als Schauspieler an den Kammerspielen, gründet 1994 die Einfache Bühne, inszeniert klassische Dramen, Prosa der Weltliteratur und entwickelt schließlich mit den Schauspieler*innen performative Bühnenereignisse.

Mit Impromptu – Im Auge des Betrachters (Museum für Kommunikation Hamburg und St. Petersburg) beginnt er 2008 mit szenischer Fotografie (in Zusammenarbeit mit Julia Solovieva) und korrespondierendem Schauspiel zu experimentieren und mit Musik und Audiomaterial neue Imaginationsräume zu suchen.

Evgeni Mestetschkin beschäftigt sich einerseits mit den Grenzen, Orten und Räumen, die eine Bühne, einen Erlebnisraum bilden und andererseits mit den Akteuren darin, den Spielenden sowie dem Publikum. Schauspieler als professionelle Darsteller*innen treten in seinen Arbeiten immer mehr in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten, die aus ihrer Lebens- und Themenlage heraus, die Welt neu erfinden, gestalten und zeigen wollen. So, wie 2010 in dem Stück Lady, Lady on the Seashore mit jungen Migrant*innen beim Simple Life Festival auf Kampnagel in Hamburg. Oder wie auf der Hamburger altonale: Ganze Familien mit Vätern, Müttern und Kindern zeigen ihr mit Mestetschkin erarbeitetes Stück Peter Pan und alle fliegen hoch.

2015 realisierte Evgeni Mestetschkin Out of Mea Shearim, ein deutsch-israelisches Theaterprojekt mit ehemaligen jungen ultraorthodoxen Jerusalemern. Die Europapremiere fand 2015 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt.

Weitere Inszenierungen auf der altonale: 2018 Orestie von Aischylos mit 45 Mitwirkenden, 2019 Projekt CARLSBAD, eine Theaterexpedition für fünfzehn sehnsüchtige Kurgäste durch die Katakomben des Pränatalzentrums, zusammen mit Julia Solovieva.

Julia Solovieva

Julia Solovieva ist Autorin und Filmemacherin. Sie schreibt Hörfunk-Features für den NDR und Deutschlandfunk. Zuletzt: Awdeevka dreaming, NDR Info, Deutschlandfunk, 2019-2020.

Ihr aktueller dokumentarischer Kurzfilm Das grüne Kleid (2019) gewann den ersten Preis für den besten Film in der Kategorie screen life beim SIFFA internationalen russisch-britischen Filmfestival in Sotchi, Russland, 2020.

Julia Solovieva arbeitet an verschiedenen Theaterprojekten mit Evgeni Mestetschkin u.a. mit unbegleiteten Geflüchteten und Migranten. Zuletzt: Carlsbad. Eine Traumexpedition für sehnsüchtige Kurgäste durch die Katakomben des Pränatalzentrums bei der altonale 2019 in der Asklepios Klinik Altona.

Julia Solovieva

Ein Theaterprojekt von Evgeni Mestetschkin und Julia Solovieva. In Kooperation mit der Jerusalem-Akademie Hamburg, Familiendrama e.V., Galerie hinten links und der schauspielschule für film und theater. Gefördert von der Behörde für Medien und Kultur und der Sozialbehörde, sowie der Amadeu Antonio Stiftung.

Premiere am 3. September 2021 zur theater altonale.